Praxisforschung Gedenkstätten: „Unbehagen an der Geschichte?“

Gedenkstätten und historische Lernorte stehen zunehmend vor der Aufgabe, Geschichte und Gegenwart miteinander zu verbinden. Dieser Auftrag kann potenziell durch Abwehr, rechte Tendenzen, geschichtsrevisionistische und antisemitische Positionen unmöglich werden. Immer häufiger werden durch Mitarbeiter*innen der Gedenkstätten Bedarfe geäußert, sich auf dem Gebiet der Antisemitismusprävention weiterzubilden sowie die eigene Praxis in Bezug auf den Umgang mit Antisemitismus kritisch zu hinterfragen.

Im Fokus der qualitativen Studie steht die Erkundung von Bedarfen und Handlungsstrategien als Resonanz auf den zunehmend sichtbar werdenden Antisemitismus in NS-Gedenkstätten. Hierfür werden Gruppendiskussionen mit pädagogischen Mitarbeiter*innen und Expert*innen-Interviews durchgeführt. Neben der Studienumsetzung bietet das Projekt Fachkräften die Möglichkeit, Erfahrungen und Praktiken im Gruppenformat zu diskutieren und sich über Bedarfe und Handlungsstrategien auszutauschen.

Das ab 2020 laufende Forschungsprojekt wird vom Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment durchgeführt und durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft“ sowie vom Bundesprogramm „Demokratie leben!“ gefördert.

Zielgruppen: Mulitplikator*innen und Mitarbeiter*innen von Gedenkstätten

Weiterführende Informationen

Kontakt:
Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment (ZWST e. V.)
Johanna Schweitzer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Koordination der Praxisforschung
Telefon 030 51 30 39 88
E-Mail: schweitzer@zwst-kompetenzzentrum.de